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Auslagerung der Ersatzteillogistik, ja oder nein?

Auslagerung der Ersatzteillogistik, ja oder nein?

Die Frage hinsichtlich Outsourcing oder Insourcing ist nicht neu. Jedoch hat sich in einem Projekt bei einem Sonderfahrzeughersteller, gezeigt das weiche Faktoren einen großen Einfluss auf die Entscheidung eines solchen Projektes haben können.

In diesem speziellen Fall ging es um die Frage der Auslagerung der Ersatzteillogistik (ET), ja oder nein?
Die identifizierten Entscheidungsoptionen bestanden im Ausbau der bestehenden Logistik und in der Vergabe der ET-Logistik an einen Kontraktlogistiker (3PL).

Die Rahmenbedingungen: Logistik und Produktion werden in den kommenden Jahren mit neuen Produkten konfrontiert. Die Logistikumfänge übersteigen bereits heute das Flächenangebot. Eine Produktionserweiterung ist nur über Schichten möglich.

Die Auslagerung der ET-Logistik führt zur Halbierung der Lagerumfänge und zu einer voraussichtlichen Erhöhung des gebundenen Kapitals, da 30% der Umfänge gleichermaßen für Produktions- und ET-Sortiment benötigt werden.
Im Gegensatz dazu erfordert die Insourcing-Lösung eine Flächenerweiterung der Logistik. Es ist jedoch bereits absehbar, dass dies nicht den gesamten Platzbedarf abdeckt. Zudem ist die ROI-Rechnung nur schwer darstellbar, da neben der Investition auch eine Steigerung der Mitarbeiterzahlen zu erwarten ist.

In der weiteren Diskussion mit dem Kunden hat sich gezeigt, dass das Vorhaben nicht allein aus dem Kostenblickwinkel zu rechtfertigen ist. Die Chancen einer langfristigen Flächenerweiterung welche auch für die Produktion genutzt werden kann, gab schließlich den Ausschlag sich für die bauliche Erweiterung der Inhouse-Lösung zu entscheiden.

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